Rekordverdächtige Produktionsverlagerung

Rekordverdächtige Produktionsverlagerung

Pollmann zieht erste Bilanz zur Vitis-Verlagerung

Die Verlagerung der ersten vollautomatisierten Spritzguss Gehäuse-Fertigungslinie (500t Schließkraft) konnte in bemerkenswerten 192 Stunden Ende Juni abgeschlossen und gleichzeitig in Betrieb genommen werden. Seither läuft die Anlage im 3-Schicht Betrieb mit einer Gesamtanlageneffektivität (OEE) von über 90 Prozent. Damit übertrifft Pollmann die eigenen Zielvorgaben und schafft die Voraussetzung für den nahtlosen Produktivstart.

Erste Etappe erfolgreich gemeistert
Anfang Juli wurden zwei weitere vollautomatisierte Montageanlagen zur Fertigung von Türschlossgehäusen (Gesamtfläche: 300 m²) planmäßig nach Karlstein verlagert. Jede Anlage wurde binnen einer Woche transportiert, wieder aufgebaut und erfolgreich in Betrieb genommen werden. Die gefertigten Validierungsteile bestanden sämtliche Qualitätstests, so dass die Serienproduktion unmittelbar fortgeführt werden konnte. Parallel dazu begann am 14. Juli der Transfer einer weiteren Fertigungslinie in das Pollmann-Werk in Tschechien. Bis dato wurden insgesamt 14 LKW-Ladungen mit insgesamt rund 95 Tonnen Maschinen und Peripherie verlagert. Hierfür waren die Anlagen in 56 Unterbaugruppen zerlegt, die schwerste Maschine wog 27 Tonnen. Mit dem planmäßigen Abschluss dieser Maßnahmen ist die erste Etappe der Verlagerungsarbeiten fristgerecht beendet. Nach einer kurzen Sommerpause werden die Verlagerungen weiterer Spritzgussanlagen ab dem 8. September wiederaufgenommen. Der Abschluss der verbleibenden Maßnahmen ist für den 7. November 2025 vorgesehen.

Teamwork und Organisation
Zur Realisierung der straffen Zeitplanung wurde ein Kernteam von 40 Technikern gebildet. Aufgaben und Arbeitsschritte wurden stundengenau geplant und koordiniert, um die Umzüge in Anlehnung an einen Formel-1-Boxenstopp effizient zu gestalten. Einige Anlagen mussten für bis zu 50% geringeren Flächenbedarf neu ausgerichtet werden. Die Teams setzten sich aus Fachkräften unterschiedlicher Abteilungen aus der ganzen Pollmann Gruppe zusammen, unter anderem Maxxom, Werkzeugbau, Instandhaltung, Projektmanagement, Haustechnik, Prozessentwicklung und Serienproduktion. Dabei wurde sichergestellt, dass die Anlagen sowohl vor als auch nach der Verlagerung im Mehrschichtbetrieb rund um die Uhr produzieren konnten.

Höchste Präzision und Qualität bestätigt
Eine unabhängige Auditierung bescheinigte die makellose Installation der Anlagen – selbst erfahrene Kontrolleure fanden weder Kratzer noch Beschädigungen. „Unser Kunde war sichtlich beeindruckt von der Hingabe und Präzision, mit der unser Team dieses Projekt umgesetzt hat. Die ersten Erfolge dieser Werkverlagerung unterstreichen nicht nur die außergewöhnliche Leistung unseres Teams, sie sind auch ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was durch echten Zusammenhalt über Abteilungs- und Standortgrenzen hinweg möglich ist“, so COO Robert Stubenberger.

Stärkung der Marktposition durch Verlagerungsexpertise
Der Maschinen- und Anlagenaufbau zählt zu den Kernkompetenzen von Pollmann. Dennoch verschafft die aktuelle Konsolidierung dem Unternehmen einen zusätzlichen Vorsprung: Die dokumentierten Best Practices bei dieser Verlagerungswelle verstärken die Servicequalität und festigen Pollmanns Position gegenüber Wettbewerbern.

Zum Linkedin Beitrag mit Zahlen, Daten, Fakten

Matthias Kitzler (Geschäftsführer Maxxom), Robert Stubenberger (COO Pollmann International) und Harald Weber (Leitung Operations PAT) vor der Spritzguss Gehäuse Fertigungslinie, die als erstes nach Karlstein transportiert wurde